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Über mich und das was ich mache:

Die Dingmanufaktur ist keine Manufaktur im eigentlichen Sinne. Da gibt es zum einen den künstlerisch produktiven Bereich, in dem Dinge hergestellt werden. Da ich als Einzelkünstler aktiv bin, geht hier alles allein durch meine Hände. Bei den Kaleidoskopen werden fast alle Einzelteile selbst angefertigt.
Dann gibt es noch den Bereich der Designentwürfe, vieles davon im Bereich Lichtdesign in Zusammenarbeit mit Peter Adamek. Auch einige grafische Aufträge, (Logoentwürfe, Buchillustrationen), werden von mir umgesetzt.

Ich verstehe mich mehr als Künstler denn als Handwerker. Studiert habe ich Kunst und Bildhauerei in Essen und an der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn.

Die bildende Kunst habe ich stets parallel zum Theater betrieben. Unter www.lothar-lempp.de ist mein Theaterangebot für Kinder und Erwachsene zu finden.

Wie ich zum Kaleidoskop kam:

Mein erstes Kaleidoskop habe ich , soweit ich mich erinnere 2002 gebaut. Ein Kaleidoskop der Karls hatte mein Interesse geweckt und ich wollte wissen, wie man so ein wirklich gutes Kaleidoskop bauen kann.
Nach und nach eignete ich mir die Materialien, Werkzeuge und Fähigkeiten an und entwickelte meine eigenen Modelle. Meine eigenen Ansprüche sind mit der Zeit gestiegen und ich denke, auch die Qualität. Ein Kaleidoskop verlässt nur dann meine Werkstatt, wenn ich mich selbst nicht langweile beim Hindurchschauen. Zwei Dinge müssen stimmen: Die technische Präzision und der ästhetische Eindruck, dann kann man sehr viele schöne Stunden mit einem Kaleidoskop verbringen, beim hindurchschauen.

Qualität und Einzigartigkeit hat ihren Preis
Alleine das präzise Verkleben der Spiegel dauert 20 bis 30 Minuten, wobei die kleinsten Spiegel am schwierigsten zu handhaben sind. In meinen Kaleidoskopen sind 20 bis 30 Glasstückchen, von denen der größte Teil an der Flamme geformt wurde.
Bei Ebay findet man teils günstige Kaleidoskope, sogar mit Messing- Holz- oder Marmorgehäuse und Oberflächenspiegeln, meist aus Asien. Hin und wieder findet man auch welche, die gar nicht so schlecht sind aber die meisten sind nach der "Grabbelkistenmethode" montiert.
In Europa gibt es nur eine Handvoll Hersteller von hochwertigen Kaleidoskopen mit Oberflächenspiegeln in ausgerichteter Optik, bei denen die Winkel stimmen. Das sind in Deutschland außer mir, die "Karls", in Italien "Aleph" und in Frankreich "Dominic Stora" mit "Après la Pluie" (nicht alle mit präzisen Winkeln). Dann gibt es noch in der Schweiz "Byrd Design" (wobei ich nicht weiß, wie gut deren Kaleidoskope innen sind). Hier sind die Links zu finden.
In den USA gibt es eine viel größere Zahl von Kaleidoskop-künstlern und Sammlern. Hier bei uns ist dieses faszinierende Gerät etwas in Vergessenheit geraten, was ja auch nicht erstaunt, wenn man nur die Dinger aus den 1-Euro-Shops zu Gesicht bekommt.
Brewster, (der Erfinder), wäre vor Freude im Kreis gesprungen, wenn er damals so gute Spiegel gehabt hätte, wie wir heute zur Verfügung haben!

Wenn man also nach dem Seltenheitswert gehen würde, müssten gute Kaleidoskope eigentlich noch viel mehr kosten.
Ich hätte gar nicht die Zeit um meine Produktion wesentlich zu vergrößern. Deshalb ist es mir ein Anliegen, andere Menschen auf diese schöne und feine Kunst aufmerksam zu machen. In Zukunft werde ich vielleicht ein paar Tutorials für angehende Kaleidoskopbauer bei Youtube einstellen.

Mein allererstes Kaleidoskop bekam ich als Kind von meinem Vater geschenkt, ein selbst gebasteltes! Ich bin ihm sehr dankbar für diese Anregung!


Lothar Lempp